Stephan Baumann, Karlsruhe
Es war eines dieser alten, wunderschönen Häuser aus der Gründerzeit, welches wir in einen zeitgemäßen Zustand umbauen und sanieren sollten. Zum Glück war es noch zu weiten Teilen im Originalzustand, zwar etwas abgelebt, zuweilen auch altersbedingt beschädigt.
Zu unserer Verwunderung war es kein Kulturdenkmal, somit konnten wir ohne langwierige Abstimmungen mit dem Denkmalamt und den daraus folgenden Auflagen mit der Planung und Sanierung zügig beginnen. Des Weiteren blieb uns durch die geringfügigen Eingriffe in die Substanz der ebenfalls zeitraubende Weg der baurechtlichen Genehmigung erspart.
Ziel war es, den Charakter der kleinen Villa zu erhalten, die vielen, schönen Details und Materialien ernst zu nehmen, aber trotzdem den energetischen Standard, die Wohnqualität, die bauphysikalischen Grundregeln ernst zu nehmen und umzusetzen.
Neu ist die Öffnung in der Einfriedungsmauer, damit ein PKW- Stellplatz und die Verortung der Müllbehältnisse auf dem eigenen Grundstück möglich wurde. In diesem Zuge wurde auch
Dies erreichten wir auch ohne die obligatorisch, mit Wärmedämmung beklebte Fassade, ohne Dreifachverglasungen bei den Fenstern und ohne Wärmepumpenaggregat im Vorgarten.
Der Sandsteinkeller wurde von außen trockengelegt, von innen sandgestrahlt, der Kellerboden gegen aufsteigende Feuchtigkeit abgedichtet und ein neuer Estrich als streichfähiger Endbelag eingebracht. Die Wände verbleiben als sichtbares Sandstein- Mauerwerk. Die Stahlträger der Beton- Kappendecke bleiben ebenfalls roh und sichtbar.
Als Heizung kam ein Gas- Mini- BHKW zum Einsatz, dass die Heizkörper im Haus mit Wärme versorgt und gleichzeitig das Warmwasser zentral erwärmt.